Auf Welt-Reise mit der Musik-Play-List – Mein emotionaler Zugang zu fremden Sprache und Kultur-Kreisen

Lieder fliegen durch die Luft

Es gibt so viele spannende Orte auf der Welt. So viele Kulturen, die ich noch nicht kenne… Zu manchen Sprachen und Ländern habe ich ganz unbewusst einen Zugang entwickelt. Mit meiner Musik-Play-List. Du auch?

Welche Sprachen samt ihren Kultur-Kreisen interessieren mich eigentlich?

Ein Blick auf meine Musik-Datenbank verät es mir ganz schnell, was mir besonders gefällt.

Check die Play-List

Platz 1: Russisch
  
Russland (25/17)

Platz 2: Englisch:
  
USA – Kalifornien (Switchfoot)
   USA (Lecrae, THE NBHD, Fisherspooner)
   England mit indischen Wurzeln (Alt-J, XX)
  
England (George Barnett)
  
Östereich, Texte auf Englisch (Parov Stelar)

Platz 3: Spanisch:
  
Puerto Rico (Calle 13)
  
Spanien (Pablo Alborán)
  
Kolumbien (Juanes)

Platz 4: Französisch:
  
Frankreich mit arabischen Wurzeln (Indila)
  
Frankreich (Zaz)

Platz 5: Deutsch:
  
Deutschland (Käptn Peng, Santiano, Fettes Brot und Wise Guys)

Platz 6: Polnisch:
  
Polen (Łona)

Platz 7: Arabisch:
   Indien und Pakistan mit arabischen Wurzeln (Sumedha Karmahe und Atif Aslam)

Unten gibt’s zu jeder meiner Lieblingsbands von mir einen Link zu ein paar Kostproben zum Anhören ;D

Alles Zufall?

Man könnte meinen, ich habe mich gezielt auf die Suche gemacht, um „fremde Musik“ zu finden. Das kann sogar unterbewusst der Fall gewesen sein. Mit jedem Schüler-Austausch, jedem Urlaub und jedem Gast habe ich mir mindestens eine neue Band notiert.

Die Empfehlungen für die Bands kamen direkt von den neuen Bekannten. Zu Hause habe ich mir die Band dann gemütlich angehört und alles auf mich wirken lassen. Dann habe ich entschieden, ob diese Musik in meine Playlist kommt.

Das bedeutet, ich habe unterbewusst die fremde Sprache von Bekannten aus einem bestimmten Kultur-Kreis mit deren Lieblingsmusik verbunden.

Das mache ich auch jetzt noch so. Vor kurzem war ich zu einer der Inseln im großen Nicaragua-See unterwegs (echter Süßwasser-See, unglaubliche Natur). Auf der Fähre habe ich mit einer Kanaderin Musik gehört und ausgetauscht.

Zugang durch Musik

Ich glaube, dass dieses Musik-Austauschen meine eigene Art ist, um Zugang zu neuen Kultur-Kreisen zu bekommen. Ich mache das, damit das Fremde irgendwie greifbar und hörbar wird. Und es funktioniert auf jeden Fall!

So denke ich eben an ganz bestimmte Musik, Lebensgefühle und Menschen, wenn es um bestimmte Sprachen, Länder und Kulturen geht. Es ist sogar so, dass ich zu diesen Ländern bereits eine eigene emotionale Brücke aufgebaut habe ohne sie jemals gesehen zu haben. So kam es auch, dass ich an meinem ersten Abend in Nicaragua bereits gemeinsam mit anderen beim Karaoke freiwillig ein latein-amerikanisches Lied zu besten geben konnte – freiwillig und mit Herzblut:)

Dank meiner eigenen Musik-Play-List kann ich in diese fremden Musik-Welten immer mal wieder abtauchen, so wie es gerade passt.

Was genau mache ich dann mit der Musik?

Ich tauche mit der Musik in die fremde Kultur ab. Dabei möchte ich das Fremde, die Ferne oder die anderen echt verstehen, mit denen ich durch die Musik verbunden bin.

Hier sind meine 7 Schritte, um Musik echt zu verstehen. Ich habe sie mir selbst erarbeitet, und das wie oben beschrieben über mehrer Jahre angewendet und optimiert. Von Birkenbihl inspiriert, sind die Punkte 4 bis 6.

1) Lied aussuchen
2) Lied vollständig anhören
3) Lied nachwirken lassen
4) Lied-Text dekodieren (nach Birkenbihl)
5) Musik und Lied-Text aktiv anhören (nach Birkenbihl)
6) Musik und Lied-Text passiv anhören (nach Birkenbihl)
7) Lied echt verstehen

Alle 7 Schritte habe ich ausführlicher in meinem nächsten Artikel (Artikel kommt noch, Link gibt’s unten) beschrieben.

Kurz gehe ich hier gleich auf die einzelnen Schritte ein.

Lied aussuchen, vollständig anhören und auf Nachwirkungen warten

Die Schritte 1) bis 3): Ehrlich gesagt, das läuft ganz intuitiv. Ich sauge das Lied erstmal in mich auf und nehme es als Gesamt-Kunstwerk wahr. Lasse mich einfach reinfallen! Den Prozess kann ich gar nicht bildlich genug beschreiben… Ich nehme das Werk ohne Vorurteile auf und lasse es auf mich wirken. Wenn ich es zum wiederholten Mal höre, achte ich besonders auf die Sprachmelodie bzw. die Ausdrucksweise. Und dann, lasse ich das Lied nachwirken.

Lied dekodieren und dann aktiv + passiv hören

Die Schritte 4) bis 6): Wenn ich von dem Lied begeistert bin, dann nehme ich mir manchmal Zeit, um den Text zu analysieren. So möchte ich das Lied echt verstehen. Ich dekodiere den gedruckten Text Wort für Wort in die Zielsprache. Wenn ich dann beim aktiven Hören mitlese, beginne ich die Wörter direkt im Zusammenhang zu BE.GREIFEN. Das langfristige passive Hören unterstützt, dass ich neuen Wörter im Langzeitgedächnis verinnerliche.

Lied echt verstehen

Der Schritt 7): Wer kann schon von sich sagen, dass er ein Lied, einen Sänger, einen Lied-Text oder den Songschreiber, der dahinter steckt, echt versteht? So langsam steigt man die Treppe hinauf, die lange Treppe für Kultur-Kreis-Durstige.

Wenn ich von mir sagen kann, dass ich ein Lied (im Ansatz) echt verstehe, dann bin ich in einer sehr gute Position angekommen. Ich nehme mir meine Zeit dafür, wiederhole Schritt 6 (passives Hören) regelmäßig und warte. Bei manchen Liedern hat es Jahre gedauert, bis ich sagen konnte, ich verstehe es mit Haut und Haaren. Und das macht Spaß und fetzt , glaub‘ mir.

Bands, Sprachen und Kultur-Kreise

Ich sage bewusst nicht, „jede Sprache eine Band“ – warum? Ich bin davon überzeugt, dass eine Sprache von der Kultur lebt, auf deren Boden sie gesprochen wird. Es geht um soviel mehr als nur die isolierte Sprache… Daher erweitere ich meinen Horizont und sage „jeder Kultur-Kreis eine Band“.

Aber warum eigentlich nur eine Band? Wenn es mehrere sind, habe ich auch nicht’s dagegen, wie man ja an meiner Playlist erkennen kann. Doch eine Band sollte es mindestens sein.

Wie bei der Aufgliederung auf die Sprachen deutlich wird, gibt es für einige Sprachen mehr als nur ein Land und noch viel mehr Kultur-Kreise.

Deine Play-List

Schau doch mal auf Deine Playlist und analysiere sie.

Auf welchen Sprache wird gesungen? Aus welchem Land und Kultur-Kreis kommen deine Lieblingsbands?

Erweitere Deine Musik-Playlist

Huch, ein mp3-Player!
Foto: Helbig

Lernst Du gerade eine neue Fremd-Sprache? Dann lass Dir doch von ein paar Muttersprachlern, die Dir über den Weg laufen, ihre Lieblingsbands empfehlen.

Wenn Du diese Musik dann hörst, und sie Dir auch gefällt, dann ist schonmal ein erster Schritt getan. Denn jetzt kannst Du diese Musik BE.GREIFEN: Der Sprachmelodie, Ausprache und Kultur, die darin versteckt sind. So kommst Du Deiner neuen Fremd-Sprache ein großes Stück näher.

Worauf wartest du? Reise heute noch durch Deine Sprachen, durch Deine eigene Playlist!

Als Fortsetzung der Reise durch Deine Play-List, kannst du Lieder echt verstehen lernen. Ich mag die Methode, wenn ich den wortwörtlichen Sinn der Lied-Texte Schritt für Schritt entdecke. Wie? Das zeige ich dir in einem anderen Artikel (kommt bald).

Links

Hier andere thematisch passende Artikel auf diesem Blog:

Zwei Bücher zum gerhirngerechten Lernen:

  • besagtes Buch, von V. Birkenbihl, um fremdsprachige Texte zu entschlüsseln. Sprachenlernen leichtgemacht! Die Birkenbihl-Methode Fremdsprachen zu lernen
  • auch ein cooles Buch von V. Birkenbihl. Trotzdem lernen: Lernen lernen!

Technik, die wir mögen:

  • unser unkomplizierter mp3-Player mit ultra-langem Akku und auch im Regen noch top-fit: SanDisk Clip Sport Plus 16 GB MP3-Player Schwarz
  • Kopfhörer, die Nebengeräusche rausfiltern („Noice Cancelling“, wir haben QC25 ohne Bluetooth): neuer ist Bose QuietComfort 35 Wireless Kopfhörer II

Kostproben aus Magdalenas Play-List:

 

 

 

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